Heute

Der Verkehr mit Regionalbahnen und Regionalexpresszügen hat in den vergangenen Jahren auf der Main-Weser-Bahn stark zugenommen. Kein Wunder, denn die Regionalzüge erlauben es, aus zum Teil weit entfernten Orten schnell und direkt nach Frankfurt zu gelangen. So verkehren heute zwischen 7 und 8 Uhr morgens insgesamt acht Regionalzüge nach Frankfurt mit den Startbahnhöfen Treysa, Siegen, Gießen, Marburg, Nidda, Stockheim, Dillenburg und Kassel.

Mit den weiteren vier S-Bahnen, welche pro Stunde auf dem gleichen Gleis nach Frankfurt fahren, sind die Kapazitäten erschöpft. Die Folge: Die langsame S-Bahn bremst die schnellen Züge aus. Um überhaupt die notwendigen Trassen für acht Regionalzüge nach Frankfurt zu bekommen, werden die Fahrzeiten der Züge planmäßig verlängert. Denn nur, wenn alle Züge möglichst gleich schnell fahren, ist die Strecken­kapazität am größten und man bekommt die Züge durch das Nadelöhr Friedberg-Frankfurt.

So besteht heute der negative Effekt, dass Züge mit den gleichen Halten vor 10 Jahren schneller in Frankfurt waren als heute. Und jeder Pendler hat es schon mehrmals erlebt, dass vor dem Frankfurter Westbahnhof oder auf der Zufahrt nach Friedberg der eigene Regionalexpress einer verspäteten S-Bahn hinterher bummeln muss. Oft gehen dabei die Anschlüsse in den Umsteigebahnhöfen verloren.

Nach dem Ausbau

  • Mit getrennten Gleisen für S-Bahn und dem übrigen Schienenverkehr können die Fahrzeiten für Regionalzüge gekürzt werden. Verspätungen durch vorausfahrende S-Bahnen entfallen.
  • Die Anschlusssicherheit in den Umsteigebahnhöfen erhöht sich deutlich.
  • Freie Kapazitäten für mehr Regionalzüge sind nach dem Ausbau vorhanden: so plant der RMV eine neue Regionalexpresslinie Gießen–Friedberg–Frankfurt mit Halt auf allen Stationen zwischen Gießen und Friedberg. Auch mehr Direktverbindungen in die Wetterau (Nidda) sind geplant.

Meilensteine

  • März 2017: Neues Gutachten bestätigt Wirtschaftlichkeit des viergleisigen Ausbaus
  • Spatenstich 1. Bauabschnitt (Frankfurt West–Bad Vilbel) am 19.12.2017  
  • Erörterungstermin Planfestellungs-verfahren 2. Bauabschnitt (Bad Vilbel-Friedberg) 2017  
  • Baubeginn 2. Bauabschnitt noch offen (abhängig vom Zeitpunkt des Planfeststellungsbeschlusses)  
  • Inbetriebnahme 1. Bauabschnitt Ende 2022 
  • Inbetriebnahme 2. Bauabschnitt derzeit noch offen (nicht vor Ende 2027)
     

Baufortschritte

  • 19.12.2017: Spatenstich 1. Bauabschnitt 
  • Seit Dezember 2016: Ausschreibung für die Hauptbauarbeiten der 1. Baustufe
  • Ende 2016: Inbetriebnahme Gleiswechselbetrieb zwischen Frankfurt West und Frankfurter Berg 
  • 2015/2016: Durchführung Naturschutzmaßnahmen