Weil der Güterverkehr zunimmt und zudem eine Verlagerung von der Straße auf die Schiene aus Umweltgründen gewünscht und politisch gefördert wird, ist klar: In Deutschland werden zukünftig voraussichtlich mehr Güterzüge unterwegs sein, auch auf dieser Strecke. Für die Zukunft geht das Bundesverkehrsministerium von mehr Güterzügen auf der Strecke aus – unabhängig vom Ausbau zwischen Frankfurt und Friedberg.

Für die Streckenkapazität ist diese Prognose nicht kritisch, denn der Schienengüterverkehr könnte in den Fahrplan auf den zwei bestehenden Gleisen integriert werden, z.B. nachts oder außerhalb der Hauptverkehrszeiten.

Es geht bei dem geplanten Ausbau also nicht darum, mehr Fahrplantrassen für den Güterverkehr zu schaffen!

Dies gilt auch bezüglich der aktuellen Diskussion zur sogenannten „Mittelrheinstudie“. Die vom Bund in Auftrag gegebene Studie zum Eisenbahnkorridor Mittelrheinachse–Rhein/Main–Rhein/Neckar–Karlsruhe hat zum Ziel, alternative Zugstrecken zur Lösung des Kapazitätsengpasses für den Güterverkehr zu prüfen.

Ein Bestandteil des Konzeptes liegt in der Entlastung des Rheintals durch Verlagerung von Güterzügen über die Strecke Hagen–Gießen–Friedberg–Nidderau–Hanau. Über die Umsetzung der Vorschläge entscheidet der Bund im Bundesverkehrswegeplan. Der Ausbauabschnitt Friedberg-Frankfurt wäre hiervon nicht betroffen.

Meilensteine

  • März 2017: Neues Gutachten bestätigt Wirtschaftlichkeit des viergleisigen Ausbaus
  • Spatenstich 1. Bauabschnitt (Frankfurt West–Bad Vilbel) am 19.12.2017  
  • Erörterungstermin Planfestellungs-verfahren 2. Bauabschnitt (Bad Vilbel-Friedberg) 2017  
  • Baubeginn 2. Bauabschnitt noch offen (abhängig vom Zeitpunkt des Planfeststellungsbeschlusses)  
  • Inbetriebnahme 1. Bauabschnitt Ende 2022 
  • Inbetriebnahme 2. Bauabschnitt derzeit noch offen (nicht vor Ende 2027)
     

Baufortschritte

  • 19.12.2017: Spatenstich 1. Bauabschnitt 
  • Seit Dezember 2016: Ausschreibung für die Hauptbauarbeiten der 1. Baustufe
  • Ende 2016: Inbetriebnahme Gleiswechselbetrieb zwischen Frankfurt West und Frankfurter Berg 
  • 2015/2016: Durchführung Naturschutzmaßnahmen